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Vernissagen / Veranstaltungen

 

Katia David & Melina Sabalioti      -      Bilder und Objekte

Finissage Symviosi/Symbiose am Freitag, 11. Januar 2019 von 16-18 Uhr

 

Vom 13.12.2018 – 11.01.2019 steht die Wassergalerie ganz im Zeichen dessen, was das Natürlichste und Selbstverständlichste ist, und oft das Allerschwerste scheint: dem Zusammenleben.

 

Das altgriechische symviosi steht für die allen aus der Biologie bekannte Symbiose: ein für verschiedene Arten vorteilhaftes, manchmal lebensnotwendiges Zusammenleben.

Wobei es in  der Ausstellung nicht um Notwendigkeiten geht, sondern um Zusammenspiel und Gegensätzliches, um verschiedene Blickwinkel. Im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeiten stehen Tier und Mensch, Yin und Yang, Leben und Tod. Unsere Verbundenheit mit dem Hier und Jetzt im Wissen, dass es endlich und fragil ist. Ein Leben, in dem wir alle einen Vorteil vom Zusammen haben, Teil eines großen Ganzen sind. Was uns in Verantwortung nimmt… und nur unter einer Bedingung funktioniert: mit Respekt vor dem jeweilig Anderen.

 

Es gibt nur diese eine Welt, die wir teilen. Gemeinsam.

 

 

Wassergalerie: Stralauer Straße 33, 10179 Berlin-Mitte

Anfahrt: Bus 248, M 48 Haltestelle Nikolaiviertel bzw. Fischerinsel oder U 2 Bahnhof Klosterstraße, S- u U-Bhf Alexanderplatz

 

 

2. Mai - 28. Juni 2019 im HAUS der BERGE, Berchtesgaden

2nd May until June 2019 in the HOUSE of MOUNTAINS, Berchtesgaden

 

Fallen Angel, mixed media auf Leinwand, 40 x 50 cm

 

WE ARE ALL AFRICANS...Wir sind alle Afrikaner. So lautet jedenfalls die z.Zt. überzeugendste Theorie unseres Ursprungs. Familiär verbunden wären wir damit jenen rund 2.000 Exemplaren, die vor etwa 60.000 Jahren ihr Überleben hauptsächlich dem Umstand verdankten, dass sie logisches Denken und eine Sprache entwickelten. Jeder Mensch dieser Erde stammt demnach von einer oder zwei kleinen Gruppen ab, die es vor etwa 50.000 Jahren schafften, das Rote Meer am Tor der Tränen (Bab el-Mandeb) zu überqueren und sich innerhalb von 5.-10.000 Jahren über Indien und Asien mittels Landbrücken bis nach Australien zu verbreiten. Gefestigt wird diese Annahme durch Genforschung. Grundlegend dabei ist, dass 99 % der Gene bei der Geburt gemischt werden, aber das 1 % (mtDNA) entweder über die Mutter oder das Y-Chromosom des Vaters weitergegeben wird. Diese mtDNA wurde bei einer Frau entdeckt, die vor 150.000 Jahren in der afrikanischen Savanne lebte, dasselbe Y-Chromosom in einem Mann aus Kenia vor 59.000 Jahren. Adam und Eva sozusagen. Das zwischen ihnen 90.000 Jahre liegen, belegt lediglich, dass sie die letzten gemeinsamen Vorfahren von uns sind, die bis jetzt entdeckt wurden. Und macht noch einmal deutlich, wie sehr ein ganzheitliches Bild von den vielen noch unentdeckten „Funden“ abhängt.

Kürzlich entdeckt wurden mehrere Schädel in Herto, Äthiopien, deren Gehirnvolumen ähnlich dem unseren ist, was sie zu direkten Vorfahren des Homo Sapiens – also von uns -- macht. Datiert werden sie auf 154.-160.000 Jahre, was wiederum die Afrika-Theorie weiter untermauert. Solange jedenfalls nirgendwo anders ähnliche Schädel entdeckt werden.

Erstaunlicherweise sind afrikanische Volksgruppen selber untereinander nicht nur in kultureller und sprachlicher Hinsicht extrem unterschiedlich, sondern auch genetisch. So können zwei Afrikaner aus ein- und demselben Dorf größere genetische Unterschiede aufweisen als im Vergleich zu einem Europäer. Diese enorme Bandbreite an Diversifikation würde ebenfalls wieder der Afrika-Theorie zuarbeiten, denn die ausgeprägten physiognomischen Merkmale sind einer der augenscheinlichen Beweise, mit denen die Multiregionale Theorie zu belegen versucht, dass sich der Mensch vor etwa 1-2 Millionen Jahren an verschiedenen Orten aus regionalen Populationen entwickelt hat. 

Aber drehen wir das Zeitrad ein wenig vorwärts, viele Jahrtausende nach dem Exodus aus dem „Paradies“. Zu unseren unmittelbaren Vorfahren: denn zu 80 % stammen wir Europäer von Jägern und Sammlern der Eiszeit ab und zu einem kleineren Teil von jenen Völkern, die der Donau entlang den Ackerbau mit sich brachten, wie Ottomanen und Menschen aus dem vorderasiatischen Raum.

In der Kunst primitiver Völker und vielen Höhlen Europas sind Figuren und Symbole lebendig, die Teil unseres Ursprungs aber auch unseres heutigen Lebens sind. Eine Sprache, zu der Geistwesen und Schamanen gehören und die Urverstehen unseres Werdens und Seins sind...denn: “unter dem Pflaster liegt der Sand“.

 

Katia David                                                                                                                          Berlin, den 5.3.2010

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